Geschichte

Die Geschichte des TnS

Tsuki no Senshi (dt. ‚Mondkrieger’) wurden Anfang 1998 gegründet und waren damals noch als Sailor Moon Musicalgruppe konzipiert. Die Stücke wurden selbst geschrieben – von den japanische Sailor Moon Musicals wusste damals noch niemand. Ihren ersten Auftritt hatte die Gruppe auf der NeoMoon in München, Deutschlands erster und einziger Sailor Moon-Convention. Dort wurden einige spätere Veranstalter auf sie aufmerksam und als 1999 die erste Animagic statt fand, wurden Tsuki no Senshi eingeladen, ihr Sailor Moon-Musical zu präsentieren. Damals lag das Alter der Mitglieder im Schnitt bei 13 Jahren.

Im Jahr 2000 bestand die Show immer noch zum allergrößten Teil aus einem Sailor Moon-Medley quer durch alle Staffeln, allerdings schloss sich bereits ein Showteil mit Programmpunkten zu den Serien Neon Genesis Evangelion, Pokémon, Cat’s Eye und Utena an. Damals gab es nur einen Auftritt pro Jahr: Auf der Animagic 2000, die neben dem kleineren Anime Marathon Deutschlands einzige Anime Convention darstellte.

2001 schrumpfte das Sailor Moon-Programm weiter zusammen und der Großteil der Show bestand nun aus Kurzprojekten zu verschiedenen aktuellen Serien wie Neon Genesis Evangelion, Pokémon, Digimon, Wedding Peach, Weiß Kreuz und Zetsuai/Bronze. Erstmals tauchte auch eine neue Convention mit Auftritt im Kalender auf: die BishonenCon 2001.

2002 wurde der Name der Gruppe von Tsuki no Senshi auf TnS abgekürzt, um Abstand vom Sailor Moon-Thema zu gewinnen. Die Show bestand nun aus einer großen Zahl verschiedenster Serien, unter Anderen Angel Sanctuary, Digimon 02, Weiß Kreuz, Captain Tsubasa, X-1999, Zetsuai/Bronze und vielen mehr. Auftritte fanden auf der Animagic, BishonenCon, Bonenkai, Mega Manga Convention und der ersten Connichi statt. Erstmals wurden TnS-Uniformen und der Abschluss zu ‚Don’t Stop The Music’ eingeführt. Zudem begannen TnS ihre mehrjährige Zusammenarbeit mit der polnischen Gesangsgruppe Miyu Porando Musume, deren Auftritte in Deutschland sich großer Beliebtheit erfreuten. In diesem Jahr nahmen erstmals andere Anime-Showgruppen ihr Debut.

2003 bestand das Programm wieder aus einer großen Zahl verschiedener Serien, unter Anderen Yami no Matsuei, Lumen Lunae, Pokémon, X-1999, Gravitation und Ludwig II., zusammen mit Miyu Porando Musume wurde Pretty Guardian Sailor Moon, die Realserie zum Anime, aufgeführt. Auftritte fanden auf der Animagic, BishonenCon, Anime Marathon, Mega Manga Convention und der Bonenkai statt.

2004 nahm der TnS nach Jahren wieder einen größeren Programmpunkt in die Show auf, ein Mini-Musical zu Interview with the Vampire nach den Romanen von Anne Rice; mit sehr positiven Reaktionen. Ein weiteres Mini-Musical zu Das Letzte Einhorn folgte kurz darauf. Zudem befanden sich Themen wie Final Fantasy X, GTO, Hellsing, Enzai und Saint Seiya in der Show. Miyu traten zu letzten Mal in Deutschland auf, der TnS war natürlich dabei. Zudem hatte die Gruppe die Gelegenheit, für You Higuri zwei ihrer Manga aufzuführen: Seimaden und Ludwig II.. Auftritte fanden auf der Animagic, Connichi, Conneko, Bonenkai, Anime Marathon, Animaco und der YukiCon statt. Im zweiten Halbjahr des Jahres startete der TnS sein größtes Projekt seit 1999: Im Herbst feierte das erste Musical seit langer Zeit Premiere: “Kingdom Hearts”.

2005 stand ganz im Zeichen des “Kingdom Hearts”-Musicals, dennoch hatten kleinere Projekte noch beträchtlichen Anteil an der Show: Tsubasa Reservoir Chronicles, Cantarella, Naruto, Vampire Princess Miyu und Prince of Tennis waren einige davon. Auftritte fanden auf der Animagic, Conneko, dem Anime Marathon und der Mega Manga Convention statt.

2006 setzte der TnS seine neue Musical-Tradition fort und brachte gleich zwei kürzere Musicals auf die Bühne: “Saint Seiya” und “Lady Oscar”. Kleine Projekte im Programm waren unter Anderen D.N.Angel, Alice im Wunderland und Final Fantasy VII: Advent Children; Auftritte fanden statt auf der Animagic, Conneko, Bonenkai und Animaco statt. Im Herbst wurde die bis zu diesem Zeitpunkt größte Premiere der Gruppengeschichte gegeben: Mit “Kingdom Hearts II” stellte der TnS ein Musical in neuem Maßstab vor.

2007 zeigte sich, dass das Musical-Konzept aufging: Mit “Kingdom Hearts II” erreichte der TnS das Publikum auf der ganzen Welt. Parallel dazu unternahm die Gruppe ein Experiment und zeigte als zweites Musical ein Stück zu “Utena”, als Adaption des “Faust” von Goethe; das Projekt wurde ein durchschlagender Erfolg bei der älteren Fangemeinde. Auftritte in diesem Jahr fanden auf der Animagic, Connichi, Buchmesse Leipzig und Mega Manga Convention statt. Der Anteil an kleineren Projekten war im Lauf der letzten Jahre immer mehr zusammengeschrumpft, gezeigt wurden Shinshi Doumei Cross, Death Note und erstmals ein westlicher Comic: Batman. In der zweiten Jahreshälfte beging der TnS sein 10-jähriges Bestehen mit einem Musical, das auf die Anfänge der Gruppe und der Anime-Szene zurückgriff und brachte mit “Sailor Moon – Silver Millennium” die Anfangsgeschichte von Sailor Moon als Musical auf die Bühne.

2008 startete mit der 10-Jahres-Feier des TnS und der Ankündigung der Sommerpremiere des Jahres: “Kingdom Hearts – Chain of Memories”. Dieses aufwendigste Stück der Gruppengeschichte stellte den internationalen Durchbruch und, zusammen mit dem “Kingdom Hearts II”-Musical, den größten bisherigen Erfolg des TnS dar. Auftritte fanden auf der Animagic, Connichi, Buchmesse Leipzig und Animaco statt.

2009 begann mit den letzten Aufführungen von Chain of Memories auf der Buchmesse Leipzig und der Animuc, der ersten Convention seit 1998 in München, der Heimatstadt des TnS. Dort fand auch die Premiere des in Bayern beheimateten neuen Musicals zu You Higuri’s “Ludwig II.” statt. Weitere Auftritte des Jahres fanden auf der Animagic und den FantasyDays statt, kleine Projekte sind Fushigi Yuugi – Genbu Kaiden, The World Ends With You und Vampire Knight.

2010 begann für den TnS mit der Premiere des neuen Musicals zum Videospiel “Eternal Sonata” auf der Buchmesse Leipzig und der Animuc, wo der TnS auch zum letzten Mal seine kleinen Projekte zeigte, die danach aus der Show gestrichen wurden. – bis auf Weiteres entschied sich die Gruppe nur noch große Musical umzusetzen. Im Sommer schließlich feierte das zweite Musical des Jahres Premiere: “Final Fantasy VII: Crisis Core”. Es folgten schöne (und auf Zuschauerseite tränenreiche) Auftritte auf der AnimagiC, der Connichi, der AniMaCo und der Buchmesse Leipzig.

2011 wurde weitergeführt mit der tragischen Geschichte von Ciel Phantomhive und seinem dämonischen Butler Sebastian. “Kuroshitsuji – Black Butler” wurde Uraufgeführt auf der Animuc und erfreute sich trotz der düsteren Materie an einer humoristischen Note, die das Publikum begeistert aufnahm. Sowohl auf der AnimagiC, wie auf der Mega Manga Convention (MMC) konnte der TnS zur Tea Time laden und verabschiedet das Jahr mit einem teuflischen Butler.

2012 weckte in vielen Kindheitserinnerungen. Für dieses Jahr suchte sich der TnS etwas Besonderes aus, denn „Das letzte Einhorn“ hat viele in der Manga- und Anime-Szene durch ihre Kindheit begleitet. Die traurig-poetische Geschichte eines unsterblichen Wesens, dass auf der Suche nach seinen verschwundenen Artgenossen und auf seiner Reise lernt, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, war auch für die Mitglieder des TnS ein wertvolles Stück und wurde sogar in Zusammenarbeit mit Peter Beagle, dem Autor des Originalbuches, auf fünf Conventions aufgeführt.

2013 stand zunächst ganz im Zeichen der Opulenz, denn in diesem Jahr wählten TnS “Trinity Blood” in ihr Programm und brachten damit schon  auf der Animaco 2012 die kostümgewaltigste Geschichte der Manga- und Animekultur auf die Bühne. Darin reist der unsterbliche Priester Abel Nightroad im Auftrag des Vatikans durch ein post-apokalyptisches Europa, um die verbliebene Menschheit vor der Bedrohung durch einen Vampirorden zu bewahren, das von seinem Bruder Cain befehligt wird. Dieses Stück stach vor Allem durch seine Kostüme und Requisiten heraus und forderte die Mitglieder auch tänzerisch: extrem schwere und voluminöse Outfits sind nicht ganz einfach zu handlen. Trinity Blood begleitete TnS auf drei Conventions.

In der zweiten Saisonhälfte feierten Tsuki no Senshi ihr 15-jähriges Bestehen auf der Animagic mit einem Stück, das so vorher noch nicht da gewesen war: nicht nur etwas komödiantisches, sondern auch eine historische Szene. Im Rahmen des Animes “Axis Powers Hetalia” erzählten sie die Weltgeschichte vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zum Mauerfall nach. Im Fokus stand dabei die Deutsche Trennung und der Kalte Krieg. Dieses einmal ganz andere Stück bewegte Generationen im Publikum und war ein großer Erfolg, auf den die Gruppe ganz besonders stolz ist: denn schließlich geht diese Geschichte uns alle etwas an.

2014 gingen TnS zurück in der Zeit und an die Anfänge der Anime-Fanszene mit einem Stoff, an den sie sich lange nicht trauten. Unumsetzbar erschien der Anime “Neon Genesis Evangelion”, der vom Kampf der letzen überlebenden Menschen gegen eine außerirdische Lebensform namens Engel handelt. Ausgewählte Kinder steuern riesige Kampfroboter in einem apokalyptischen Szenario, das eigentlich vom inneren Kampf des Menschen gegen seine Ängste und Selbstzweifel, dem Alleinsein mit sich selbst und der Schwierigkeit handelt, sich für Andere zu öffnen. Nach zwölf Jahren wagte sich die Gruppe nach mehr als zehn Jahren wieder an diesen Meilenstein der Anime-Erzählkunst und freute sich, diese Geschichte auf der Animagic 2014, der Animaco 2014 und schließlich der Animuc 2015 mit dem Publikum gemeinsam zu erleben.

2015 bringen TnS ihren zahlreichen Boys Love-interessierten Zuschauern Ayano Yamanes berühmt-berüchtigten Yaoi-Manga “You’re my Loveprize in Viewfinder” auf die Bühnen. Der freiberufliche Fotograf Akihito gerät zwischen die Fronten eines Mafia-Krieges und in die Fänge von Asami, einem Yakuza-Boss, der ihn tief hinabzieht in die Abgründe der kriminellen Unterwelt.

“You’re my Loveprize in Viewfinder” feiert Premiere auf der Animagic im Sommer 2015. TnS freuen sich schon darauf, mit einer actiongeladenen Crime Story und einer Liebesgeschichte gegen alle Regeln wieder etwas ganz Neues zu präsentieren!